Warum jeder Job ein Traumjob sein kann

Die besten Argumente, warum der eigene Job ein toller Job ist – oder warum jeder Job ein Traumjob sein kann 

Wenn die Frage nach dem Traumjob gestellt wird, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Je nach Alter, Vorstellungen, Träumen und eigener beruflicher Position fallen Begriffe wie Schauspieler, Sänger, Model, Profisportler, Feuerwehrmann, Tierärztin, Vorstandsvorsitzender, Fernsehmoderator, Journalist, Stewardess und Ähnliches. 

In den wenigsten Fällen wird jedoch der eigene Job als Traumjob bezeichnet.

So werden vermutlich nur wenige Supermarktkassiererinnen und Fabrikarbeiter ins Schwärmen geraten und davon berichten, dass ihr Job der beste der Job der Welt sei. Aber selbst wenn irgendwann einmal der Wechsel in einen vermeintlichen Traumjob oder die langersehnte Beförderung erfolgt ist, dauert es oft nicht allzu lange, bis derjenige zu der Erkenntnis gelangt, dass er sich seinen Traumjob ganz anders vorgestellt habe. Genau hier liegt der Denkfehler und auch der Schlüssel. 

Ein Traumjob ist nicht das, was sich jemand vorstellt, wenn er von einem Berufsbild schwärmt oder seine Bewerbung schreibt. Ein Traumjob ist vielmehr das, was jemand aus seinem Job macht. Jeder, der sagt, er habe seinen Traumberuf gefunden, hat sich einen Job so angepasst und gestaltet, dass es nun sein persönlicher Traumjob ist. 

Dies wiederum ist bei jedem Beruf möglich und die besten Argumente, warum der eigene Job ein toller Job ist – oder warum jeder Job ein Traumjob sein kann, verrät die folgende Übersicht: 

Der eigene Job ist ein toller Job, weil das Arbeitsklima stimmt.

Wenn Arbeitnehmer gefragt werden, was sie an ihrem derzeitigen Job stört, sagen viele, dass das Arbeitsklima zu wünschen übrig lässt und die Kollegen nicht gerade die tollsten und besten Wunschkollegen sind. Im nächsten Moment fügen viele aber noch mit einem mehr oder weniger resignierten Schulterzucken hinzu, dass ein Einzelner ohnehin nicht viel ausrichten kann, schon gar nicht wenn er Außenseiter oder der Neue ist. 

Genau dies ist allerdings falsch, denn selbst die Wissenschaft hat bewiesen, dass Veränderungen in einer Gemeinschaft oder einer Gesellschaft immer von einem Einzelnen ausgehen. Diese Person hat eine Idee, die andere begeistert und der sich im Laufe der Zeit immer mehr Leute anschließen. Übertragen auf den Job bedeutet das, dass sich jemand nicht über ein schlechtes Arbeitsklima beklagen, sondern vielmehr beginnen sollte, etwas daran zu ändern. 

Ein möglicher Weg hierzu ist, sich zunächst einen Kollegen auszusuchen und diesen Kollegen künftig nicht nur zu begrüßen, sondern kurz mit ihm über aktuelle Projekte oder Aufträge zu plaudern. In den ersten Tagen werden diese Gespräche vielleicht noch sehr kurz ausfallen, im Laufe der Zeit wird aber eine echte Kommunikation entstehen. 

Gleichzeitig werden auch die anderen Kollegen die Gespräche beobachten und auch sie werden sich nach und nach beteiligen. Natürlich wird sich das Klima nicht von heute auf morgen ändern und natürlich werden nie alle Kollegen beste Freunde sein, aber ein faires Arbeitsklima ist immer möglich, wenn einer den Anfang macht.

Der eigene Job ist ein toller Job, weil sich jeder einbringen kann.

Eine weitere typische Klage über den eigenen Job ist, dass die da oben alles besser wissen und die eigenen Ideen ohnehin nur auf taube Ohren stoßen. Was viele dabei aber übersehen ist, dass die meisten irgendwelche Ideen erst einmal abschmettern. 

Dies gilt nicht nur für die Chefetage, sondern auch für einen selbst. Äußert der eine Partner beispielsweise plötzlich die Idee, das Familienauto auszutauschen, hält er das wahrscheinlich für eine gute Idee.

Der andere Partner hingegen wird zunächst irritiert sein und direkt danach eine ganze Reihe an Fragen und Einwänden äußern, beispielsweise woher das Geld für ein neues Auto kommen soll, dass das bisherige Auto durchaus noch gut in Schuss und zuverlässig ist oder dass das Geld besser in anderes wie einen Urlaub investiert werden könnte. 

Im Job ist die Situation auch nicht anders, denn wenn dem Chef irgendeine Idee präsentiert wird, tauchen auch bei ihm Fragen auf und nicht immer hat der Chef Zeit und Lust, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Wer sich also einbringen möchte, sollte nicht nur Ideen, sondern Konzepte und damit Ideen samt Argumenten und Antworten liefern.  

Der eigene Job ist ein toller Job, weil er anspruchsvolle Aufgaben bietet.

Vermutlich hat sich jeder schon einmal darüber geärgert, dass er Aufgaben erledigen sollte, die bestenfalls dem Anforderungsniveau eines Praktikanten entsprechen. So wird die Chefsekretärin beauftragt, einfachste Botengänge zu erledigen, oder der langjährige Verkäufer soll Regale auswischen. In solchen Momenten fühlen sich die Betroffenen oft ein wenig degradiert und sind angesichts der als respektlos und erniedrigend empfundenen Aufforderung mitunter ein bisschen eingeschnappt. 

Gleichzeitig sind es aber meist ausgerechnet diese Mitarbeiter, an die sich der Chef wendet, wenn Zusatzaufgaben anfallen, andere Kollegen nicht weiterwissen, ihre Aufgaben nicht schaffen oder es gilt, Lösungen zu finden.

Das Problem an der Geschichte ist, dass sich viele einerseits darüber beklagen, der berühmt-berüchtigte Depp vom Dienst zu sein. Andererseits ist es genau diese Rolle als Problemlöser, Retter in der Not und Zuverlässigkeit in Person, die das Selbstbewusststein, das Selbstwertgefühl und die eigene Wichtigkeit wachsen lässt. 

Wer seinen Job zum Traumjob modifizieren möchte, muss lernen, auch einmal Nein zu sagen und sein Selbstwertgefühl nicht nur aus den Schwächen anderer zu beziehen.

Der eigene Job ist ein toller Job, weil er Karrierechancen bietet.

In aller Regel sind die Karrierechancen in jedem Unternehmen begrenzt, denn es gibt eben nur eine bestimmte Anzahl an Abteilungsleitern, Führungspositionen im mittleren Management und Unternehmensvorstand.

Wer die Karriereleiter nach oben klettern möchte, kann also mitunter recht schnell an Grenzen stoßen, vor allem wenn ein jüngerer Kollege die angestrebte Positionen bekleidet und es nicht so aussieht, als würde er den Posten in den nächsten Jahren wieder abgeben wollen. 

Statt nun aber frustriert aufzugeben, sollte sich jeder vor Augen führen, dass es nicht nur den einen Weg nach oben gibt. Selbst wenn hier die Türen verschlossen sind, gibt es immer noch Türen rechts und links davon. 

In anderen Worten heißt das, dass der Traumjob nicht an eine bestimmte Position in einer bestimmten Abteilung gebunden sein muss. Wer offen, interessiert, neugierig und mutig ist, wird vielleicht eine Aufgabe finden, die zwar in einem anderen Bereich angesiedelt ist, aber letztlich die erhoffte Karriere ermöglicht.  

Der eigene Job ist ein toller Job, weil das Unternehmen und die Produkte super sind.

Der Mensch neigt dazu, immer das haben zu wollen, was er gerade nicht hat. Außerdem neigt er dazu, bei sich selbst eher Schwächen und Negatives zu sehen, während bei den anderen vieles besser, schöner und größer ist. Wer bei einem Unternehmen arbeitet, schaut also mitunter neidvoll auf ein anderes Unternehmen, wo die Mitarbeiter schönere Arbeitskleidung haben, für die gleiche Leistung mehr Geld bekommen und vermutlich auch das Essen in der Kantine besser ist. 

Zur Beruhigung sei gesagt, dass es den Mitarbeitern in dem vermeintlich besseren Konkurrenzunternehmen ganz ähnlich geht. Wer seinen Job zum Traumjob machen möchte, sollte sich also mit offenen Augen umschauen und die Punkte finden, die sein Unternehmen und die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen besser machen als die der Konkurrenz. 

Diese Punkte gibt es überall und manchmal sind es auch nur kleine Details, etwa dass das Geld jeden Monat pünktlich auf dem Konto ist. Mit jedem einzelnen Detail wird aber klarer, wie toll der eigene Job in Wirklichkeit ist.

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