Bewerbung – Gefährliche Spuren im Internet

Wie gefährlich sind Spuren im Internet für die Bewerbung? 

Mittlerweile hat sich das Internet zu einem sehr wichtigen Medium im Zusammenhang mit der Stellensuche und Bewerbungen entwickelt. 

So werden beispielsweise die diversen Online-Stellenbörsen und die Stellenmärkte auf den Seiten großer Unternehmen nach interessanten Jobangeboten durchforstet, Anschreiben und Lebenslauf werden mithilfe des Computers geschrieben und die eine oder andere Bewerbung wird in digitaler Form verschickt. 

Im ersten Moment scheint das grenzenlose Internet also eine ganze Reihe von Vorteilen für den Bewerber zu haben.

Allerdings gibt es auch einen großen Haken: 

Dieser besteht darin, dass nicht nur Bewerber das Internet zu schätzen wissen und regelmäßig nutzen, sondern eben auch die Personalverantwortlichen. Weniger problematisch ist dabei, dass diese dann auch die Bewerbungsvorlagen kennen und es somit recht schnell auffällt, wenn eine solche einfach nur kopiert wurde. 

Aber immer häufiger geben Personaler den Namen des Bewerbers in die Suchmaschinen ein und beschaffen sich auf diese Weise Informationen über die Vergangenheit, die Freizeitaktivitäten, Meinungsäußerungen oder Hobbys und das Privatleben im Allgemeinen. 

Im Fachjargon wird hierbei von dem sogenannten B-Profil gesprochen, das dann recht einfach mit dem A-Profil, das sich aus den Bewerbungsunterlagen ergibt, abgeglichen werden kann. Ungünstig ist, wenn die Suchmaschine beispielsweise Fotos einer Party zu fortgeschrittener Stunde oder spontane Forenbeiträge auswirft, denn selbst wenn die Party schon lange zurückliegt oder die Forenbeiträge schon sehr alt sind, können sie für den Bewerber negative Folgen haben.

Sofern die Ergebnisse im tolerierbaren Rahmen bleiben, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Bewerbung aussortiert wird. Möglich und recht wahrscheinlich ist aber, dass sich der Personaler Fragen für das Vorstellungsgespräch überlegt, die sich auf die Erkenntnisse seiner Recherchen beziehen, wobei er diese Fragen natürlich sehr geschickt und diplomatisch formulieren wird.

Gute Antworten auf peinliche Fragen

Um erst gar nicht in eine solche Situation zu geraten, wäre es natürlich am sinnvollsten, keine Spuren im Internet zu hinterlassen. In der Praxis ist dies aber nur schwer umsetzbar und Seitenbetreiber müssen grundsätzlich nur dann Spuren löschen, wenn es sich um eindeutige Rechtsverstöße handelt. Sinnvoll ist daher, sich selbst auf Spurensuche zu begeben. 

Gibt der Bewerber seinen Namen regelmäßig und vor allem im Zuge der Vorbereitung auf das anstehende Vorstellungsgespräch in die gängigen Suchmaschinen ein, weiß er, welche Informationen über ihn zu finden sind. 

Auf diese Weise kann er sich gezielt auf eher peinliche Fragen vorbereiten, sich gute Antworten und Argumente einfallen lassen und sich und sein Profil auf diese Weise wieder ins rechte Licht rücken.

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