Tipps für kleine Flunkereien bei der Bewerbung

Tipps für kleine Flunkereien bei der Bewerbung 

Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber kommt es vor allem darauf an, die eigenen Pluspunkte möglichst positiv zu präsentieren. Im Grunde genommen kann sich der Bewerber die Arbeitssuche wie die Suche nach einem neuen Partner vorstellen. 

Lernt er eine interessante Person kennen, erzählt er ihr schließlich auch nur von seinen guten Seiten und lässt seine Schattenseiten erst einmal weg. Bei einer Bewerbung ist es im Prinzip ganz genauso. Das bedeutet, der Bewerber berichtet von den Eigenschaften und Kenntnissen, die ihn für die Stelle qualifizieren und ihn aus Sicht des Unternehmens interessant machen.

Die weniger positiven Aspekte lässt er weg oder stellt sie so dar, dass sie letztlich doch wieder günstig erscheinen. Nun bedeutet das natürlich nicht, dass der Bewerber einfach Märchen erfinden und lügen darf. Allerdings sind kleine Flunkereien bei der Bewerbung durchaus erlaubt. 

Hier die wichtigsten Tipps dazu: 

•        Der Grund für den Jobwechsel. 

Die Frage, weshalb der Bewerber seinen Arbeitgeber wechseln möchte, wird immer mit dem neuen Arbeitgeber beantwortet! Üblicherweise liegen die Gründe für einen gewünschten Jobwechsel darin, dass der alte Arbeitgeber zu wenig bezahlt, die Arbeit keinen Spaß mehr macht oder es keine Karrierechancen gibt. 

Daneben kann es private Gründe geben, beispielsweise weil der Bewerber vom Land in die Stadt ziehen oder näher bei seinem Partner wohnen möchte. 

Alle diese Gründe sollte der Bewerber jedoch besser für sich behalten. Stattdessen sollte er immer argumentieren, dass ihm sein bisheriger Arbeitsplatz zwar gefällt, ihm der neue Arbeitsplatz aber noch reizvoller erscheint. Dadurch zeigt er dann nämlich nicht nur seine Motivation, sondern schmeichelt gleichzeitig auch dem neuen Arbeitgeber.

•        Arbeitslosigkeit. 

Dass jeder arbeitslos werden kann, ist auch Personalern durchaus bekannt. Aber Worte wie arbeitslos oder arbeitsuchend wecken immer auch Skepsis, denn es schwingt immer der Verdacht mit, dass der Bewerber an der Situation nicht ganz unschuldig war. 

Sei es nun, weil seine Leistung nicht ausgereicht hat, weil er nur wenig Durchhaltevermögen mitbringt und im Zweifel lieber aufgibt oder weil er bei der Wahl seiner Arbeitgeber ein eher unglückliches Händchen hat. Daher sollte der Bewerber die Worte arbeitslos und arbeitsuchend während der Bewerbungsphase aus seinem Wortschatz streichen. 

Stattdessen sollte er die Zeiten mit sinnvollen Beschäftigungen oder Weiterbildungen ausfüllen. Ist dies nicht möglich, hat er sich bewusst eine Auszeit genommen, um seine Kräfte für die neue Herausforderung zu bündeln oder sich auf privat-sozialer Ebene weiterzuentwickeln.

•        Krankheiten. 

Lange Krankengeschichten sind im Bewerbungsprozess immer schwierig. Personaler befürchten nämlich grundsätzlich, dass jemand, der schon öfter länger krank war, auch künftig immer wieder krankheitsbedingt ausfallen könnte. 

Andererseits ist die eigene Gesundheit Privatsache. Insofern ist es sinnvoller, wenn der Bewerber lange krankheitsbedingte Ausfälle geschickt verpackt verkauft. Eine Möglichkeit hierzu wäre, die Auszeit mit der Pflege eines Angehörigen zu begründen. 

Dadurch zeigt er der Bewerber seine sozialen Kompetenzen als Qualifikation für die Stelle auf, und dass er selbst dieser Angehörige war, muss der Personaler ja nicht wissen.

•        Häufige Jobwechsel. 

Dass ein Bewerber innerhalb von drei Jahren vier Arbeitgeber hatte, könnte durchaus als Flexibilität und Weiterentwicklungswille gewertet werden. Tatsächlich beurteilen Personaler häufige Jobwechsel aber eher weniger positiv. 

Daher ist es besser, wenn der Bewerber seine Jobwechsel im Lebenslauf etwas kaschiert, indem er sie zu einem Punkt zusammenfasst. 

Dazu benennt er die Tätigkeit und gibt die Arbeitgeber als Unterpunkte an. Optisch steht dann die Position im Vordergrund und der Lebenslauf wirkt dadurch stetiger, was vor allem deshalb positiv ist, weil die meisten Personaler den Lebenslauf ohnehin nur überfliegen und nicht jedes Detail studieren.

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