Lesen und Verstehen von Stellenanzeigen

Tipps und Hinweise zum richtigen Lesen (und Verstehen) von Stellenanzeigen 

In den meisten Fällen werden Bewerbungen auf eine Stellenanzeige hin geschrieben, wobei es zunächst keinen Unterschied macht, ob die Stellenanzeige in einer Zeitung oder einer Stellenbörse online erschienen ist. Stellenangebote online sind nicht an bestimmte Tage gebunden, für Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften gilt, dass sie vor allem mittwochs und an Samstagen veröffentlicht werden.

In aller Regel enthalten Stellenanzeigen die wichtigsten Informationen über den Arbeitgeber und die ausgeschriebene Stelle in kompakter Form und zählen zudem die wichtigsten Anforderungen auf, die der Bewerber mitbringen sollte.

Bei diesen vielen Informationen kann es jedoch leicht passieren, dass der Bewerber wichtige Fakten überliest oder falsch interpretiert.

Hier daher einige Tipps und Hinweise zum richtigen Lesen und Verstehen von Stellenanzeigen:

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Zunächst gilt es, die Stellenanzeige aufmerksam und genau zu lesen, um wirklich auch alle Informationen zu erfassen. Dabei kann es hilfreich sein, insbesondere die Anforderungen an den Bewerber und die Beschreibung der Stelle nicht nur mehrfach, sondern auch laut zu lesen.

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Im Hinblick auf das Verstehen der Stellenanzeige und der darin enthaltenen Anforderungen ist ein guter Tipp, das Inserat nicht nur aus Sicht des Bewerbers zu lesen, sondern sich in die Position des Verfassers zu versetzen und zu überlegen, was er mit seinen Formulierungen beschreibt.

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In den meisten Fällen sind die Anforderungen an den Bewerber nach Relevanz geordnet und in der entsprechenden Reihenfolge aufgeführt. Daher gilt es, die geforderten Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten danach zu sortieren, welche unbedingt erforderlich, welche nur bedingt erforderlich und welche von Vorteil sind. 

Typische Formulierungen für Anforderungen, die der Bewerber unbedingt erfüllen muss, lauten beispielsweise “zu den Voraussetzungen gehören sehr gute Kenntnisse in”, “sehr gute Kenntnisse in … setzen wir voraus”, “wir erwarten eine abgeschlossene Ausbildung”  oder “erforderlich sind Kenntnisse in”. 

Beispielformulierungen für Qualifikationen und Kenntnisse, die bedingt erforderlich sind, lauten “erwünscht sind hinreichende Kenntnisse”, “wir erwarten ausbaufähige Kenntnisse”, “erwünscht, aber nicht Voraussetzung, sind Kenntnisse in”, “ der Bewerber sollte gute Kenntnisse mitbringen”, “ eine mindestens 2jährige Berufserfahrung ist wünschenswert” oder auch “wir suchen einen Bewerber mit einem Höchstalter von … Jahren”. 

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Die Anforderungen, die unbedingt notwendig sind, müssen auch unbedingt erfüllt werden. Die eigentliche Bezeichnung der ausgeschriebenen Stelle ist dabei eher zweitrangig, wichtig ist, dass die fachliche und die persönliche Qualifikation mit den Beschreibungen in der Stellenanzeige übereinstimmt. 

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Anhand der Auswertung der Schlüsselqualifikationen, also der unbedingt notwendigen Voraussetzungen, sollte der Bewerber nun entscheiden, ob eine Bewerbung überhaupt Sinn macht. Grundsätzlich müssen nicht alle Wünsche des Arbeitgebers erfüllt sein, aber erfüllt der Bewerber die unbedingt notwendigen Voraussetzungen nicht, wird er bei der Stellenbesetzung nicht berücksichtigt werden können. Andersherum wird die Bewerbung auch dann wenig Aussicht auf Erfolg haben, wenn der Bewerber überqualifiziert ist. 

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Die Bewerbung muss zu der Anzeige passen. Daher ist es sinnvoll, sich über den Arbeitgeber zu informieren und wesentliche Kernpunkte der Anzeige oder der Firmenphilosophie aufzugreifen. Ebenso wichtig ist aber auch, alle Fragen zu beantworten, die in der Anzeige gestellt werden, beispielsweise im Hinblick auf das Eintrittsdatum oder die Gehaltsvorstellung.

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