6 Tipps gegen ein Stimmungstief nach dem Urlaub

6 Tipps gegen ein Stimmungstief nach dem Urlaub

Gestern noch strahlender Sonnenschein, sanftes Meeresrauschen am Sandstrand und ein herrliches Buffet im Hotel, heute nur tristes, kaltes Regenwetter, klappernde Computertastaturen und ein Müsliriegel aus dem Automat: Nach dem Urlaub an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ist oft nicht einfach.

6 Tipps gegen ein Stimmungstief nach dem Urlaub

Umfragen zufolge freut sich zwar die Mehrheit aller Arbeitnehmer auf den Job. Schließlich hat die Alltagsroutine auch etwas Schönes und die ständige Nähe zur Familie kann auf Dauer anstrengend werden. Zudem fällt so manchem bei zu viel Freizeit irgendwann die Decke auf den Kopf.

Doch wenn es dann soweit ist und der erste Arbeitstag nach dem Urlaub ansteht, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Rund zwei Drittel aller Arbeitnehmer finden nicht so richtig in den Arbeitsrhythmus hinein.

Die ersten Tage ziehen sich wie Kaugummi, selbst Routineaufgaben fallen schwerer als sonst und die notwendige Motivation will einfach nicht aufkommen. Obwohl der Arbeitnehmer frisch erholt aus dem Urlaub kommt, fühlt er sich nur bedingt leistungsfähig.

So ein Stimmungstief nach dem Urlaub ist ein Phänomen, für das es sogar einen eigenen Namen gibt. Fachleute sprechen nämlich vom Post-Holiday-Blues oder auch Post-Holiday-Syndrom. Mit einem Jetlag hat das Ganze übrigens nichts zu tun.

Es ist vielmehr so, dass Kopf und Körper einen Moment brauchen, bis sie wieder in die gewohnten Abläufe hineinfinden. Nach spätestens drei Tagen ist der Post-Holiday-Blues dann in aller Regel überwunden.

Und damit die Rückkehr aus den Ferien noch ein bisschen besser klappt, verraten wir sechs Tipps gegen ein Stimmungstief nach dem Urlaub!:

Tipp Nr. 1: Mitten in der Woche einsteigen.

Hat der Arbeitnehmer eine Fünf-Tage-Woche, sollte er den Arbeitsbeginn möglichst nicht auf den Wochenanfang legen. Besser ist, wenn er unter der Woche aus dem Urlaub zurückkehrt, also an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag.

Denn zum einen ist an Montagen ohnehin immer viel los. Zahlreiche E-Mails trudeln ein, die Postablage füllt sich und die Wochenaufgaben werden verteilt. Wenn zu dem normalen Umfang dann noch die Sachen dazugekommen, die aus der Urlaubszeit aufgearbeitet werden müssen, kann sich der Arbeitnehmer von dem riesigen Arbeitsberg schnell erschlagen fühlen.

Zum anderen kann der Arbeitnehmer sanfter in den Arbeitsalltag hineinfinden. Schließlich muss er nicht gleich eine ganze Woche durcharbeiten. Die ersten Tage kann er so nutzen, um die wichtigsten Arbeiten zu erledigen. Danach kommt schon das Wochenende und der Arbeitnehmer kann wieder durchatmen.

Die Heimreise sollte der Arbeitnehmer aber so legen, dass ihm bis zum Arbeitsbeginn mindestens ein Tag bleibt. Wenn er abends aus dem Flieger steigt und gleich am nächsten Morgen ins Büro hetzen muss, ist die Erholung schnell dahin.

Hat er hingegen einen Puffer, kann er in Ruhe ankommen und schon mal die Post durchschauen, einkaufen oder die Koffer auspacken.

Tipp Nr. 2: Sich etwas Urlaubsstimmung im Büro bewahren.

Damit die Rückkehr leichter fällt und die Laune gut bleibt, kann sich der Arbeitnehmer ruhig ein bisschen Urlaubsfeeling bewahren.

So kann er zum Beispiel die Urlaubslektüre daheim zu Ende lesen, das Duschgel aus dem Urlaub weiterhin  benutzen, ein Urlaubsbild als Bildschirmschoner einrichten oder eine Schale mit Süßigkeiten aus dem Urlaubsland für sich und die Kollegen auf den Schreibtisch stellen.

Solche kleinen Details sorgen dafür, dass der Alltag nicht gleich wieder gnadenlos zuschlägt.

Tipp Nr. 3: Die Arbeit systematisch angehen.

Während des Urlaubs hat sich Arbeit angestaut. Das ist völlig normal. Doch es gibt überhaupt keinen Grund, sich verrückt zu machen. Niemand erwartet, dass der Arbeitnehmer gleich am ersten Tag alles aufgearbeitet hat, was in zwei Wochen aufgelaufen ist.

Optimal ist natürlich, wenn der Arbeitnehmer schon vor dem Urlaub mitgedacht hat. Hat er zum Beispiel Aufgaben, die kurz nach seiner Rückkehr fertig sein müssen, bereits vor Urlaubsantritt vorbereitet oder delegiert, kommt er nicht ins Trudeln.

Bevor er sich in die Arbeit stürzt, sollte sich der Arbeitnehmer erst einmal kurz mit seinen Kollegen zusammensetzen und auf den neusten Stand bringen lassen. Danach kann er sich um die Nachrichten und Aufgaben kümmern.

Und dabei fängt er am besten mit den neuesten Meldungen an. Oft muss er die älteren Nachrichten dann nämlich nur noch kurz überfliegen, weil sie nicht mehr aktuell sind.

Nach Möglichkeit sollte der Arbeitnehmer den ersten Arbeitstag außerdem mit einer Aufgabe abschließen, die ihm Spaß macht. So geht es nämlich mit einem guten Gefühl nach Hause und steckt nicht gleich wieder im langweiligen Alltagstrott.

Tipp Nr. 4: Pausen machen und pünktlich gehen.

Auch wenn der Arbeitnehmer gerne möglichst schnell möglichst viel aufarbeiten möchte, sollte er zwischendurch Pausen einlegen. Zum einen hält die Erholung aus dem Urlaub auf diese Weise länger und zum anderen lässt die Konzentration früher oder später ohnehin nach.

Ein kurzer Plausch mit den Kollegen sorgt außerdem dafür, dass der Arbeitnehmer erfährt, was während seiner Abwesenheit alles los war.

In den ersten paar Tagen sollte der Arbeitnehmer auch pünktlich Feierabend machen. Gleich wieder mit Überstunden loszulegen, lässt die frisch aufgetankte Energie schnell verpuffen. Besser ist, wenn der Arbeitnehmer rechtzeitig nach Hause geht und nach Feierabend wie im Urlaub das Nichtstun genießt.

Tipp Nr. 5: Den Urlaub aufteilen.

Urlaub ist wichtig. Langzeitstudien belegen, dass Menschen, die nie oder kaum Urlaub machen, ein höheres Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt haben. Urlaub kann den typischen, stressbedingten Krankheiten vorbeugen, weil im Urlaub der Pegel an Stresshormonen sinkt.

Gleichzeitig hat die Forschung herausgefunden, dass mehrere Kurzurlaube unterm Strich erholsamer sind als ein oder zwei lange Urlaube.

Das liegt daran, dass sich die Auszeiten gleichmäßiger verteilen und der Körper dadurch öfter zur Ruhe kommt. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Eingewöhnung leichter fällt, wenn die Pause nicht so lang war.

Tipp Nr. 6: Direkt den nächsten Urlaub planen.

Eine alte Weisheit besagt, dass Vorfreude die schönste Freude ist. In diesem Sinne kann sich der Arbeitnehmer die gute Laune erhalten, wenn er nach seiner Rückkehr gleich mit der Planung des nächsten Urlaubs beginnt.

Und das muss kein längerer Aufenthalt in der Karibik sein. Ein verlängertes Wellness-Wochenende, ein kurzer Ausflug in die Berge oder ein kleiner Städtetrip reichen aus, um auf andere Gedanken zu kommen, durchzuschnaufen und die Akkus aufzuladen.

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Torben Steuer, 44 Jahre, Personaler, Martin Bachmann, 37 Jahre, Inhaber einer Zeitarbeitsagentur, Martina Schulz, 42 Jahre, Bewerbungs- und Personaltrainerin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Ratgeber und Tipps zum Thema Jobs, Weiterbildung, Berufe, Bewerbungen und die Jobsuche.
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