Berufe mit dem höchsten Berufsrisiko

Übersicht über die Berufe mit dem höchsten Berufsrisiko 

Wer etwas zu schwungvoll mit seinem Bürostuhl durch das Büro rollt, riskiert allenfalls, dass er hinfällt und sich so verletzt. Wer sich vertippt, die Akten nicht richtig ablegt oder die Ware versehentlich falsch einräumt, muss mit einer Rüge vom Chef rechnen. 

All dies mag zwar ärgerlich und teils auch schmerzhaft sein, in vielen Fällen hätten sich solche Arbeitsunfälle jedoch verhindern lassen und haben in aller Regel außerdem auch keine allzu dramatischen Folgen. Demgegenüber stehen jedoch Berufe, bei denen sich schon ein kleiner Fehler im wahrsten Sinne des Wortes als tödlich erweisen kann. 

Dabei teilen sich diese Berufe in zwei Gruppen, nämlich in solche Berufe, bei denen das hohe Risiko offensichtlich ist, und zum anderen in solche Berufe, bei denen die Gefahr erst bei näherem Hinsehen deutlich wird.

Hier nun eine Übersicht über die Berufe mit dem höchsten Berufsrisiko, wobei die Liste auf statistischen Werten von Versicherungsgesellschaften beruht:

1.       Fensterputzer.

Sie reinigen Glasscheiben teils in schwindelerregenden Höhen, von innen und von außen. Ihre Arbeit klingt einfach und wird in aller Regel alles andere als fürstlich honoriert. 

Dies ist eigentlich sehr schade, denn sicherlich würden die wenigsten von uns mit ihnen tauschen und sich weit aus einem Fenster in der 20. Etage eines Hochhauses lehnen wollen, nur um später aus einem sauberen Fenster auf die Straße schauen zu können. Hinzu kommt das enorm hohe Risiko, denn Fensterputzer führen die Statistik bei Arbeitsunfällen mit tödlichem Ausgang an.

2.       Soldaten.

Sie halten immer dann ihren Kopf hin, wenn Politiker eine solche Entscheidung treffen. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, ob Soldaten in den Krieg ziehen, das eigene Land verteidigen oder im Rahmen einer Friedensmission für Sicherheit und Ruhe sorgen sollen. Das Risiko ist immer gleich hoch. 

3.       Feuerwehrleute 

Sie werden wie Helden gefeiert, wenn sie einen Brand löschen oder ein Leben retten können. Bei vielen Einsätzen setzen sie aber ihr eigenes Leben aufs Spiel. 

Die Gefahr geht dabei weniger von einem Brand oder einem Fahrzeug aus, das aus einer ungünstigen Lage geborgen werden muss. Wie sich Feuerwehrleute in solchen Situationen verhalten müssen, lernen und trainieren sie ständig. 

Die Hautgefahr für Feuerwehrleute geht von einstürzenden Gebäuden aus, aus denen sie sich teils selbst nicht mehr befreien können. 

4.       Hochseefischer.

Dass große Fische gefährlich sein können, wissen wir aus Büchern und Filmen. Die Gefahr, mit der sich Seeleute konfrontiert sehen, geht aber vielmehr vom Meer und den Naturgewalten aus. So ist bei rauem Seegang schon so mancher über Bord gegangen oder hat die Kontrolle über sein Schiff verloren. 

5.       Piloten.

Flugzeuge gelten als das sicherste Transportmittel überhaupt. Dennoch belegt das Berufsbild des Piloten Platz 5 auf der Liste der gefährlichsten Berufe. 

Dies hat einen einfachen, wenn auch traurigen Grund. Kommt es zu einem Berufsunfall, der in diesem Fall ein Flugzeugabsturz ist, endet dieser in nahezu allen Fällen tödlich.

6.       Polizisten.

Wilde Verfolgungsjagden auf der Autobahn oder Schießereien mit Verbrechern sind im Polizistenalltag eher die Ausnahme. 

Dennoch gehört der Polizeidienst zu den sehr gefährlichen Berufen, denn auch wenn der Einsatz zunächst eher banal und harmlos klingt, können sich die Beteiligten nicht nur als aggressiv, sondern auch als unberechenbar erweisen.

7.       Dachdecker.

Für die meisten ist selbstverständlich, dass das sprichwörtliche Dach über dem Kopf dicht ist. An diesem Punkt kommen Dachdecker ins Spiel, die ein Hausdach mit Ziegeln decken oder Reparaturen vornehmen. 

Vor allem bei Wind und Regen kommt es jedoch immer wieder zu schlimmen Unfällen, nämlich dann, wenn der Dachdecker den Halt verliert, abrutscht und zu Boden fällt.

8.       Gerüstbauer.

Durch entsprechende Sicherheitsvorschriften wird viel dafür getan, die Arbeit eines Gerüstbauers so sicher wie möglich zu machen. 

So müssen die Bretter so breit sein, dass die Arbeiter sicher stehen können und ab bestimmten Höhen sind nicht nur Geländer, sondern auch Netze vorgeschrieben. Dennoch kommt es immer wieder zu Arbeitsunfällen mit fatalen Folgen, etwa wenn es einen kleinen Aufbaufehler gab.

9.       Waldarbeiter.

Waldarbeiter sind gleich zwei großen Gefahrenquellen ausgesetzt. Auf der einen Seite ist dies das Arbeitsgerät, auf der anderen Seite die Bäume, die auch bei viel Erfahrung und sorgfältiger Berechnung nicht immer in die geplante Richtung fallen.

10.    Hochseilartisten 

Wer schaut nicht gerne zu, wenn Artisten ihr Können auf dünnen Seilen in großen Höhen vorführen? Ehrlicherweise werden die meisten aber auch zugeben müssen, dass es nicht nur die Kunststücke selbst sind, die faszinieren, sondern auch der Nervenkitzel, der von solchen Vorführungen ausgeht.

Schließlich ist jedem bewusst, dass ein einziger kleiner, falscher Schritt ausreicht, um den Künstler sprichwörtlich zu Fall zu bringen.

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