Arbeitnehmer motivieren

Arbeitnehmer motivieren

 

Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter, die nicht nur fachlich etwas auf dem Kasten haben, sondern sich aktiv einbringen. Die Mitarbeiter sollen gerne zur Arbeit kommen, vollen Einsatz zeigen, eigene Ideen und kreative Lösungsansätze entwickeln, lernbereit sein und tagtäglich ihr Bestes geben.

Diese Wunschvorstellung bleibt in der Praxis aber oft unerfüllt. Für viele Arbeitnehmer ist ihr Arbeitsplatz zwar nicht weniger, aber eben auch nicht viel mehr als ein Job. Um hier entgegenzuwirken, fällt gerne das Stichwort Mitarbeitermotivation.

Darunter werden alle Maßnahmen, Mittel und Instrumente zusammengefasst, die die Motivation der Mitarbeiter steigern sollen. Aber was heißt das für die Praxis?

 

Wie kann ein Unternehmen seine Arbeitnehmer motivieren?

 

 

Die Grundlagen der Mitarbeitermotivation

Abgesehen von den elementaren Bedürfnissen wie Hunger und Durst, Atmen oder Schlafen gibt es drei Hauptmotive, die die treibenden Kräfte des Menschen sind. Diese drei Hauptmotive sind Leistung, sozialer Anschluss und Macht. So möchte der Mensch in seinem Leben etwas erreichen.

Er möchte nicht als Einzelkämpfer durch die Welt gehen, sondern Zuneigung erfahren und sich geborgen fühlen. Außerdem möchte er seine Position stärken, über sich selbst bestimmen, sich anderen gegenüber behaupten und Macht ausüben. Wie stark die Hauptmotive jeweils ausgeprägt sind, ist zwar von Mensch zu Mensch verschieden.

Als grundlegende Antriebskräfte sind sie aber jedem Menschen in die Wiege gelegt. Deshalb nehmen die Instrumente, Methoden und Techniken im Bereich der Mitarbeitermotivation die drei Hauptmotive ebenfalls als Ausgangsbasis.

Damit ein Mensch einen Grund sieht oder hat, eine bestimmte Handlung durchzuführen oder ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen, muss es einen entsprechenden Anreiz als Auslöser geben. Bei diesem Anreiz kann es sich beispielsweise um Neugier, Interesse, Freude, Angst oder Neid handeln.

Aber auch ein Versprechen, die Aussicht auf eine Belohung, Dank, Kritik oder eine Drohung können ein Beweggrund sein.

Nachdem die Anreize also sowohl von ihnen heraus entstehen als auch von außen auf den Menschen einwirken können, werden zwei verschiedene Motivationsarten voneinander unterschieden:

 

  • Die extrinsische Motivation ist die Folge von äußeren Einflüssen. Um Arbeitnehmer zu motivieren, kann das Unternehmen beispielsweise Anreize wie eine Gehaltserhöhung, eine Prämie, eine Beförderung, einen Firmenwagen oder ein eigenes Büro einsetzen. Daneben sind auch negative Faktoren wie eine Abmahnung oder eine in Aussicht gestellte Kündigung extrinsische Faktoren. Da die extrinsische Motivation von außen gesteuert ist, ist ihre Wirkung aber oft nur von begrenzter Dauer.

Dies liegt daran, dass der Arbeitnehmer eine Handlung durchführt oder ein Verhalten zeigt, um den in Aussicht gestellten Anreiz zu erhalten oder abzuwenden. Wurde der Arbeitnehmer beispielsweise befördert, hat er eine Gehaltserhöhung bekommen oder ist die Kündigung vom Tisch, hat sich auch die damit verbundene Motivationswirkung erledigt.

 

  • Die intrinsische Motivation geht vom Arbeitnehmer selbst aus. Sie entsteht beispielsweise dann, wenn der Arbeitnehmer Spaß an seinem Job hat, einen Sinn in seiner Arbeit sieht, sich den Herausforderungen des Berufsalltags stellen will oder sich an seinem Arbeitsplatz gut aufgehoben fühlt.

Um die intrinsische Motivation zu fördern, sollte das Unternehmen auf ein angenehmes Arbeitsklima, faire Arbeitsbedingungen und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den Mitarbeitern und den Führungskräften achten. Zudem können verantwortungsvolle, abwechslungsreiche Aufgabenbereiche und berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten die intrinsische Motivation fördern.

 

Arbeitnehmer motivieren – 3 Tipps für die Praxis

Vorweg sei gesagt, dass es kein allgemeingültiges Patentrezept gibt, das die Motivation bei allen Arbeitnehmern garantiert verbessert. Vielmehr muss jeweils im Einzelfall entschieden werden, welche Maßnahmen für den betreffenden Mitarbeiter am sinnvollsten erscheinen.

Allerdings gibt es ein paar grundlegende Tipps, die im Zusammenhang mit der Mitarbeitermotivation immer beherzigt werden sollten:

 

  1. Tipp: Die Bedürfnisse des Arbeitnehmers berücksichtigen.

Nicht alle Arbeitnehmer sind gleich und nicht jedes Motivationsmittel zeigt bei jedem Arbeitnehmer die erhoffte Wirkung. Ist ein Mitarbeiter beispielsweise ein echter Teamplayer, wird ihn eine Beförderung zum Abteilungsleiter oder ein eigenes, abgeschlossenes Büro wahrscheinlich nicht besonders motivieren.

Als Abteilungsleiter steht er über dem Team und muss andere Aufgabenbereiche übernehmen, im eigenen Büro arbeitet er alleine, abgeschottet von seinen Kollegen. Statt motivierter und engagierter zu sein, wird deshalb eher die Unzufriedenheit steigen.

Für diesen Arbeitnehmer wäre deshalb eine Weiterbildungsmaßnahme, die seine Stärken gezielt fördert oder vorhandene Schwächen abbaut, so dass er sich anschließend noch besser in die Teamarbeit einbringen kann, die bessere Wahl. Einen anderen Arbeitnehmer wiederum, dem Statussymbole wichtig sind, können Anreize wie ein Firmenwagen, ein chices Büro oder eine höhere Position durchaus zu mehr Leistung anspornen. Damit die Instrumente nicht sinnlos eingesetzt werden, gilt es also zunächst einmal zu ermitteln, wie der Mitarbeiter tickt.

 

  1. Tipp: Realistische Ziele vereinbaren.

Einen sehr negativen Effekt auf die Motivation hat es, wenn sich ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz unter- oder überfordert fühlt. Ist er unterfordert, wird er sich langweilen und einen Gang zurückschalten, um irgendwann nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen. Ist er überfordert, steigen der Stress- und der Frustpegel.

Im Rahmen der regelmäßigen Mitarbeitergespräche ist es deshalb wichtig, realistische Ziele zu vereinbaren. Zudem sollten dem Arbeitnehmer Aufgaben und Tätigkeiten zugeteilt werden, die zwar anspruchsvoll sind und ihn fordern, die er aber bewerkstelligen kann.

Ebenfalls wichtig ist, dass die Führungskraft dem Arbeitnehmer vermittelt, dass seine Leistung wichtig ist und wertgeschätzt wird. Selbstverständlich ist Kritik erlaubt und notwendig, sie sollte aber immer in einem ausgewogenen Verhältnis zum positiven Feedback stehen.

 

  1. Tipp: Demotivation vermeiden!

Die meisten Mitarbeiter sind voller Tatendrang, wenn sie eine neue Stelle antreten. Die Leistungsbereitschaft lässt oft erst im Laufe der Zeit nach, wenn sich eine gewisse Routine einstellt oder wenn es bestimmte Vorkommnisse gab. Deshalb ist der wichtigste und beste Tipp vermutlich der, dass ein Unternehmen nicht alle Energie darauf verwenden sollte, zu überlegen, wie es seine Arbeitnehmer motivieren kann.

Stattdessen sollte sich das Unternehmen darauf konzentrieren, demotivierende Faktoren möglichst auszuschalten.

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