10 Tipps für einen erfolgreichen Start im neuen Job

10 Tipps für einen erfolgreichen Start im neuen Job

Erstaunlich viele Arbeitsverhältnisse werden noch während der Probezeit wieder aufgelöst oder über die Probezeit hinaus nicht fortgesetzt. Obwohl die Stellenbeschreibung klar war und der neue Mitarbeiter nach dem Vorstellungsgespräch eigentlich ein gutes Gefühl hatte, fühlt er sich an seinem neuen Arbeitsplatz oft doch nicht richtig wohl.

Die Arbeit ist anders als erwartet und mit den Kollegen wird er auch nicht warm. – Natürlich dauert es seine Zeit, bis sich die Abläufe einspielen und der Neue Teil des Teams ist. Aber wenn der neue Mitarbeiter ein paar Kleinigkeiten beachtet, ist ein gelungener Einstieg gar nicht so schwer.

 

Schon im Vorfeld wichtige Punkte klären

Der neue Mitarbeiter kann sich schon im Vorfeld auf seinen neuen Job einstellen. Im Zuge seiner Bewerbung wird er meist viele Informationen über das Unternehmen, die Arbeitsstelle und das Arbeitsumfeld zusammengetragen haben. Diese Informationen muss er jetzt nur sortieren und für sich auswerten.

Außerdem bietet ihm das Vorstellungsgespräch eine ideale Möglichkeit, um seine Fragen loszuwerden. Doch meist werden hier entscheidende Punkte gar nicht angesprochen.

So fragt beispielsweise kaum ein Bewerber,

  • welche Erwartungshaltung das Unternehmen ihm gegenüber hat,
  • welches größere Projekt oder welcher Auftrag in nächster Zeit ansteht und folglich zu seinen ersten Handlungen gehören wird,
  • welcher Typ Mensch gut ins neue Team passt oder
  • welche Kriterien der Vorgesetzte bei der Beurteilung seiner Mitarbeiter besonders stark gewichtet.

Gerade solche Fragen könnten dem Bewerber sehr dabei helfen, abzuschätzen, ob der Job das Richtige für ihn ist. Doch die meisten Bewerber sind zu sehr damit beschäftigt, ihre Stärken und Vorzüge herauszuarbeiten und den Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Dadurch übersehen sie, dass das Vorstellungsgespräch auch für sie dazu dient, das Unternehmen kennenzulernen und die eigenen Vorstellungen mit den realen Bedingungen abzugleichen.

 

10 Tipps für einen erfolgreichen Start im neuen Job

Hat sich der Mitarbeiter gut informiert und für sich festgestellt, dass der neue Job gut passen könnte, ist das die eine Seite. Die andere Seite ist aber, wie der neue Mitarbeiter die Situation erlebt. Gerade in den ersten Tagen und Wochen lauern etliche Stolpersteine und Fettnäpfchen, die es zu umgehen gilt.

Einfacher wird das, wenn der neue Mitarbeiter die folgenden zehn Tipps beherzigt:

 

Tipp 1: das richtige Outfit

An seinem ersten Arbeitstag sollte sich der neue Mitarbeiter angemessen kleiden. Hier gilt es, den richtigen Mittelweg zu finden. Erscheint der Mitarbeiter overdressed, kann der Eindruck entstehen, er halte sich für etwas Besseres oder packe nicht so gerne tatkräftig mit an. Ist er aber zu leger gekleidet, könnte ihm die notwendige Ernsthaftigkeit abgesprochen werden.

 

Tipp 2: freundliche Begrüßung

Der neue Mitarbeiter sollte von sich aus auf seine neuen Kollegen zugehen, sie mit einem Lächeln und einem Handschlag begrüßen und sich vorstellen. Dadurch bringt er zum Ausdruck, dass er sich ins Team integrieren möchte. Steht er hingegen schüchtern in der Ecke oder macht er ein mürrisches Gesicht, wird ein guter Anfang schwierig.

Denn bei einem zu ruhigen und schüchternen Kollegen entsteht schnell die Befürchtung, ihn ständig an die Hand nehmen und sich um ihn kümmern zu müssen. Einen miesepetrigen Kollegen wiederum möchte niemand in seinem Team haben.

 

Tipp 3: authentisch bleiben

Der neue Mitarbeiter sollte unbedingt authentisch bleiben. Es macht überhaupt keinen Sinn, vorzugeben, jemand anderer zu sein. Jemand, der unecht und gekünstelt rüberkommt, wirkt nicht nur unsympathisch. Stattdessen kann es schnell passieren, dass er verbale oder nonverbale Botschaften aussendet, die zu großen Missverständnissen führen. Hier noch einmal die Kurve zu kriegen, ist sehr schwer.

 

Tipp 4: sich den Gepflogenheiten anschließen

Der neue Mitarbeiter sollte sich erkundigen, was im Unternehmen üblich ist. Gehört es beispielsweise zum guten Ton, einen Einstand zu geben, oder gehen die Kollegen mittags gemeinsam in die Kantine, sollte der neue Mitarbeiter mitmachen.

 

Tipp 5: anfangs nicht übertreiben

In den ersten Tagen sollte sich der neue Mitarbeiter etwas zurücknehmen. Es kommt bei den Kollegen nicht gut an, wenn der Neue gleich übermäßigen Einsatz zeigt. Streber waren schließlich schon in der Schule nicht beliebt und die Kollegen könnten befürchten, der Neue will ihnen ihre Positionen streitig machen.

 

Tipp 6: nachfragen

Der neue Mitarbeiter sollte sich nicht auf Annahmen oder Vermutungen verlassen, sondern mit den Anweisungen und Antworten arbeiten, die er bekommen hat. Natürlich muss sich der neue Mitarbeiter erst einarbeiten und eingewöhnen.

Doch gerade deshalb wird ihm niemand einen Vorwurf machen, wenn er sicherheitshalber noch einmal nachfragt. Andersherum werden die Kollegen eher sauer, wenn der Neue nicht richtig zugehört hat, deshalb einen Fehler gemacht hat und sie nun nacharbeiten müssen.

 

Tipp 7: keine Belehrungen

Verbesserungsvorschläge jeglicher Art sollte der neue Mitarbeiter in der Anfangszeit für sich behalten. Nichts ist nerviger als ein neuer Kollege, der jede Aufgabe und jede Anweisung mit Sätzen wie „Ich habe das aber immer so gemacht …“ oder „So wie ihr das macht, ist das doch viel zu umständlich.

Viel einfacher und besser wäre es, es so zu machen …“ kommentiert. Es wird schon noch früh genug der Zeitpunkt kommen, an dem der neue Mitarbeiter seine Ideen und Methoden einbringen kann, ohne den anderen damit auf den Schlips zu treten.

Tipp 8: Fehler zugeben

Jedem kann ein Fehler unterlaufen. Und vor allem in der Anfangszeit wird öfter mal noch ein Auge zugedrückt, denn schließlich kann der neue Kollege einiges noch nicht wissen und sich auch schwerlich alles auf einmal merken. Wichtig ist aber, dass der neue Mitarbeiter seinen Fehler zugibt.

Einen Fehler zu verleugnen oder gar einem anderen Kollegen zuzuschieben, kommt nicht gut an. Zudem sollte der neue Mitarbeiter natürlich versuchen, den gleichen Fehler kein zweites Mal zu wiederholen.

 

Tipp 9: eine Vertrauensperson suchen

Nicht jeder Mensch ist so selbstbewusst und kontaktfreudig, dass er direkt Anschluss findet. Manchem ist es auch ein wenig unangenehm, den ersten Schritt zu machen. Hilfreich kann deshalb sein, wenn sich der neue Mitarbeiter einen Kollegen als Vertrauensperson aussucht.

An diesen Kollegen kann er sich wenden, wenn er Fragen hat oder Hilfe braucht. Der Kollege wird somit zur Vertrauensperson und zu einer Art Mentor während der Einarbeitungsphase. Gleichzeitig wird es über diesen Kollegen leichter, nach und nach auch die anderen Mitarbeiter besser kennenzulernen.

Tipp 10: den eigenen Standpunkt hinterfragen

Der neue Mitarbeiter sollte unbedingt auch seine eigenen Ansichten und Vorurteile auf den Prüfstand stellen. Hat er dem Job, dem Unternehmen und den Kollegen eine faire Chance gegeben? Oder war er von Anfang an zu skeptisch und hat zu vorschnell geurteilt? Wie gut stehen die Chancen, dass sich der neue Mitarbeiter doch noch einlebt und Spaß an seiner neuen Arbeit hat, wenn er sich ein bisschen zusammenreißt?

Der wichtigste Ratschlag aber lautet:

Der neue Mitarbeiter sollte sich nicht verrückt machen! Dass er etwas nervös und angespannt ist, wenn er einen neuen Job antritt, ist völlig normal. Schließlich muss er sich an seinem Arbeitsplatz zurechtfinden, die ganzen Abläufe lernen und mit seinen Kollegen zu einem Team zusammenwachsen. Doch das geht jedem so!

Vermutlich ist das auch ein Grund dafür, warum sich fast jeder noch gut an seinen ersten Arbeitstag erinnern kann. Wenn der neue Mitarbeiter locker bleibt, sich nicht verstellt und seinen Kollegen offen und ehrlich begegnet, wird er schnell ihre Sympathien gewinnen – und den Start im neuen Job erfolgreich meistern!

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